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VLF-Prüfgeräte

VLF - Isolationsmessungen

VLF - Isolationsmessungen

Die Isolationsmessung mit niederfrequentem Wechselstrom (Very Low Frequenzy, VLF) an langen, erdverlegten Energiekabeln ist meist die beste Lösung. Bei Messungen mit Gleichspannung besteht nämlich die Gefahr, dass das Kabel zu sehr gestresst und beschädigt wird. Es hilft dem Kabel, wenn sich die Fließrichtung des Stromes ändert. Der Grund dafür liegt auf atomarer Ebene, auf den hier nicht näher eingegangen wird. Deshalb kommt bei hohen Prüfspannungen Wechselspannung (AC) mit einer niedrigen Frequenz (0,1 Hz VLF, Very Low Frequency) zum Einsatz. Das ist eine Frequenz, die einem Gleichstrom sehr nahe kommt, aber die Fließrichtung ändert.

VLF-Prüfgeräte werden in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt – jene, die eine Sinusspannung an das zu prüfende Kabel anlegen und jene, die eine Cosinus-Rechteck (CR) Kurvenform verwenden. Beide Systeme liefern zuverlässige Ergebnisse. CR-Prüfgeräte sind in der Regel kleiner und leichter als äquivalente Sinus-Geräte. Einige Anwender bevorzugen Prüfgeräte mit CR-Kurven, weil ihre Anstiegs- und Abfallzeiten sehr ähnlich einer netzfrequenten Sinuskurve gleicht und somit einen vergleichbaren Stress verursacht. VLF-Prüfungen mit 0,1 Hz verwenden in der Regel die dreifache Prüfspannung der Nennbetriebsspannung mit einer Prüfdauer von 15 Minuten. Bei gealterten Erdkabeln beträgt die Prüfdauer in etwa eine Stunde. VLF-Prüfungen dauern meist sehr viel länger als DC-Isolationswiderstandsprüfungen. Dafür wird aber zuverlässig ein sehr breiteres Spektrum von Kabelproblemen aufgedeckt. Zudem ermöglichen VLF-Prüfungen eine Klassifizierung „zweifelhafter“ Kabel zum Beispiel in „tauglich für Wiederinbetriebnahme“ oder als „anfällig für drohenden Ausfall“.