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Leistungsschalter
Vakuum-Leistungsschalter

Vakuum-Leistungsschalter

Dank neuer Verbesserungen in der Bauart des Vakuum-Leistungsschalters findet dieser Typ Leistungsschalter in niedrigeren Spannungsbereichen der Übertragungsnetze zunehmend Verbreitung. Inzwischen sind sie für Spannungswerte bis zu 252 kV geeignet, allerdings nach wie vor sehr teuer. Vakuum-Leistungsschalter werden bei Spannungspegeln bis 72 kV häufiger genutzt. Da kein Gas vorhanden ist, durch dessen Ionisierung ein Lichtbogen gezündet wird, ist der Isolationsspalt kleiner als bei anderen Leistungsschaltern. Es bildet sich ein Lichtbogen aus dem verdampften Kontaktmaterial. Der Isolationsabstand in einem Vakuum-Leistungsschalter beträgt 11 bis 17 mm zwischen den Platten. Normalerweise gibt es einen Schalter pro Phase, es können jedoch für höhere Spannungen zwei oder mehr Unterbrecher in Serie vorhanden sein.

Die Kontaktplatten sind so geformt, dass sie den Strom in einer Weise leiten, dass ein Magnetfeld entsteht, das den Lichtbogen zur Drehung zwingt. Er erlischt dann. Ein Vorteil des rotierenden Lichtbogens ist die gleichförmige Hitzeverteilung, die dazu führt, dass die Kontakte gleichmäßiger erodieren. Weitere Vorteile des Vakuum-Leistungsschalters sind die relative lange Lebensdauer im Betrieb und die relativ gesehen geringeren Umweltfolgen, da er ohne Treibhausgase und mit relativ wenigen Komponenten auskommt. Bei Vakuum-Leistungsschaltern tritt zudem weniger Verschleiß am Hauptkontakt auf als bei Luft- oder Öl-Leistungsschaltern.